Conturineshöhle

In der Höhle am 3.064 m hohen Piz Cunturines wurden die Überreste des Höhlenbären Ursus ladinicus gefunden.

Vor über 50.000 Jahren bewohnte ein Höhlenbär die Berge Alta Badias: Kleiner als die damaligen Höhlenbären und rund 1,5 Tonnen schwer, lebte er auf den (damals noch existierenden) Wiesen rund um die Cunturines Spitze und ernährte sich von Pflanzen und Beeren. Ihm ist heute ein eigenes Museum gewidmet: das Museum Ladin - Ursus ladinicus in St. Kassian.

Seine Knochen wurden am 23.09.1987 auf über 2.800 m Meereshöhe in der Conturineshöhle, auf dem Weg zum Gipfel der Cunturines Spitze, entdeckt. Wo zuerst vermutet wurde, dass es sich um den Ursus spelaeus, also den Höhlenbären der letzten Kaltzeit, handelte, wurde bei genaueren Untersuchungen herausgefunden, dass er eine eigene Spezies bildete: den Ursus ladinicus.

Heute führt eine mittelschwere Bergtour zur Conturineshöhle. Sie startet bei der Capanna Alpina in St. Kassian (1.725 m ü.d.M.) und überwindet in rund 5 Stunden über 1.000 m Höhenunterschied. Das Innere der Höhle, in dem heute Tropfsteine aber keine Knochen mehr zu sehen sind, ist durch ein Gitter abgesperrt und kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Geführte Wanderungen werden auf regelmäßiger Basis angeboten.

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